Beschreibung
Sechzehn Monate Geduld für einen Wein, der «Torheit» heißt.
Der Follie Follie Lugana ist ein Brut Spumante aus 100 % Turbiana vom Südufer des Gardasees, dessen Kohlensäure im Drucktank entsteht und der danach sechzehn Monate in der Flasche reift. Der Name ist ein Ausruf: «Follie, Follie» singt Violetta am Ende des ersten Akts der Traviata, kurz bevor sie beschließt, das Leben nicht zu verpassen. Für einen Wein, der genau dafür gedacht ist, ist das eine ziemlich lange Wartezeit. Sie ist der Grund, warum er nach mehr schmeckt als nach Aperitif.
Warum dieser Wein bei uns im Sortiment ist
Weil Lugana fast immer still ist. Turbiana kennt man als ruhigen, salzigen Weißwein vom Südufer — dass daraus ein Schaumwein wird, ist die Ausnahme, und im deutschen Handel findet man ihn kaum. Bei La Rifra gibt es keinen Showroom und keine Inszenierung; es gibt Claudio und Luigino, offene Flaschen und die Frage, ob man noch einen probieren will. Diesen hier haben wir mitgenommen, weil er etwas kann, was die meisten Aperitif-Schaumweine nicht können: Er hält die ganze Mahlzeit durch.
Warum die Blasen im Tank entstehen und nicht in der Flasche
Nach der Handlese mit Traubenselektion und sanfter Pressung vergärt der Grundwein rund fünfzehn Tage im Stahltank bei kontrollierten 18 Grad. Die zweite Gärung, die die Kohlensäure erzeugt, passiert danach in einem geschlossenen Drucktank — Martinotti-Charmat. Das Verfahren bewahrt die Frucht und die Mineralität der Turbiana, statt sie unter Hefetönen zu begraben. Erst danach kommen die sechzehn Monate Flasche, und die sind für einen Tankschäumer alles andere als üblich: Die meisten werden verkauft, sobald sie fertig sind.
So schmeckt der Follie Follie Lugana
Im Glas: Strohgelb mit grünen Reflexen, die Perlage fein und ausdauernd. In der Nase: weiße Blüten, Zitrus, ein Hauch weißer Pfirsich. Am Gaumen: frisch und vertikal, getragen von der salzigen Mineralität des Lugana, saftig und mit langer Persistenz. Von allen Weinen im Sortiment hat dieser die höchste Säure — das ist der Grund, warum er nicht müde wird.
Geschmacksprofil
FRUCHT ●●●○○ · SÄURE ●●●◐○ · KÖRPER ●●○○○ · RESTSÜSSE ●◐○○○
Passt zu
Aperitivo · Antipasti · Crudité und Crudo vom Fisch · Sushi · delikate Vorspeisen · zum Anstoßen · durch die ganze Mahlzeit. Übersetzt auf deinen Tisch: der erste Schluck, wenn die Gäste kommen, das Fischgericht danach, und der Rest der Flasche, weil niemand auf Rotwein umsteigen will. Servieren bei 7 bis 8 °C. Etwas wärmer als der übliche Aperitif-Schaumwein, und das mit Absicht: Bei 5 Grad verschwindet die Mineralität, die diesen Wein ausmacht.
Das Weingut: La Rifra
Vierzehn Hektar in der Località Pilandro bei Desenzano, ton-kalkhaltige Böden auf siebzig bis achtzig Metern, integriert bewirtschaftet und ohne Herbizide. 1990 gegründet von den Brüdern Benito und Giuseppe, heute geführt von deren Neffen Claudio und Luigino Fraccaroli in dritter Generation. Dass die beiden Opernliebhaber sind, hört man an den Namen: «Libiam» zitiert das Trinklied der Traviata, «Fugace» stammt aus derselben Szene, und dieser hier aus dem Finale des ersten Akts. Maria Callas, die berühmteste Violetta, wohnte in den 1950er Jahren im nahen Sirmione.
Das Luganalover-Versprechen
Kuratiert, nicht katalogisiert · Familienweine statt Massenware · Direkt vom Hof in dein Glas · Expertise inklusive – wir kennen jeden Wein und jeden Winzer persönlich
Am Hof verkostet, direkt importiert, temperaturgeführt in Dresden gelagert – die Flasche, die du bekommst, hat keine Umwege hinter sich.
Häufige Fragen
Wie schmeckt der Follie Follie Lugana?
Der Follie Follie Lugana von La Rifra ist ein Brut Spumante aus 100 % Turbiana vom Südufer des Gardasees. Er zeigt Strohgelb mit grünen Reflexen und feiner, anhaltender Perlage, in der Nase weiße Blüten, Zitrus und einen Hauch weißen Pfirsich, am Gaumen ist er frisch und vertikal, getragen von der salzigen Mineralität des Lugana, mit langer Persistenz.
Was bedeutet der Name «Follie, Follie»?
«Follie, Follie» ruft Violetta am Ende des ersten Akts in Giuseppe Verdis La Traviata — auf Deutsch etwa «Torheit». Der Ausruf steht kurz vor ihrer Entscheidung, das Leben zu genießen. Das Weingut La Rifra benennt seine Weine nach der Oper; auch «Libiam» und «Fugace» stammen aus der Traviata.
Wie wird der Follie Follie hergestellt?
Nach Handlese und sanfter Pressung vergärt der Grundwein etwa fünfzehn Tage im Stahltank. Die zweite Gärung, die die Kohlensäure erzeugt, findet nach der Martinotti-Charmat-Methode in einem geschlossenen Drucktank statt und nicht in der einzelnen Flasche. Danach reift der Wein sechzehn Monate in der Flasche. Mit 7,5 Gramm Restzucker je Liter ist er ein Brut, also eine der trockensten Stufen bei Schaumwein.
Bei welcher Temperatur trinkt man den Follie Follie Lugana?
Wir empfehlen den Follie Follie Lugana von La Rifra bei 7 bis 8 °C – etwas wärmer als üblich, weil bei stärkerer Kühlung die Mineralität verloren geht.
Zu welchem Essen passt der Follie Follie Lugana?
Der Follie Follie Lugana von La Rifra passt als Aperitivo, zu Antipasti, zu Crudité und Crudo vom Fisch, zu Sushi und delikaten Vorspeisen, und er trägt eine ganze Mahlzeit.
Der zweite Schaumwein im Sortiment ist der Brut Rosé von Casello Bondoni. Wie dieselbe Traube als Stillwein schmeckt, zeigen die Lugana vom Südufer.
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Lugana DOC · Schaumwein · Geschmacksangabe: Brut · Enthält Sulfite · Alkoholgehalt 12,5 % vol · Nennfüllmenge 0,75 l · Erzeugnis aus Italien · Erzeuger/Abfüller: Società Agricola Vitivinicola La Rifra di Fraccaroli Claudio e Luigino s.s., Loc. Pilandro 2, 25015 Desenzano del Garda (BS), Italia · Importeur: Luganalover Wine & more GmbH, Dorfstraße 4, 01257 Dresden · Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren.










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