Rotwein
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Angebot
Rotweinpaket Gardasee · drei Flaschen
40,90 €einzeln gekauft 42,70 €Grundpreis: 18,18 € / l
Der Gardasee gilt als Weißweingegend. Das verstellt den Blick darauf, dass rund um den See drei sehr unterschiedliche Rotweinzonen liegen — von leicht und kühl trinkbar bis zu den schwersten Weinen Venetiens. Wer nur Lugana kennt, kennt die kleinere Hälfte.
Drei rote Zonen rund um den See
Am Ostufer, in der Provinz Verona, liegt Bardolino. Corvina, Rondinella und Molinara ergeben dort einen leichten Rotwein, der auch gekühlt funktioniert. Weiter östlich im Hinterland beginnt die Valpolicella, dieselbe Traubenfamilie, aber ein völlig anderes Kaliber. Am Westufer in der Provinz Brescia steht die Valtènesi mit Groppello, einer Sorte, die kaum jemand außerhalb der Region kennt.
Drei Zonen, drei Temperamente, alle in Sichtweite desselben Wassers. Wie sie geografisch zusammenhängen, zeigen wir auf der Seite zu den Weinregionen am Gardasee.
Von leicht bis wuchtig
Bardolino ist der zugänglichste der drei. Heller Körper, wenig Gerbstoff, ein Wein für den Mittag statt für den Keller. Die Valpolicella spannt dagegen einen weiten Bogen: vom trinkfreudigen Classico über den Ripasso, der auf den Trestern des Amarone nachgärt, bis zum Amarone selbst, für den die Trauben vor dem Pressen monatelang trocknen.
Der Groppello der Valtènesi steht dazwischen und für sich. Feiner Gerbstoff, schlanker Bau, eine Sorte, die man nicht laut findet, sondern genau. Am selben Westufer entsteht aus ihr auch der blasse Chiaretto.
Unsere fünf Roten
Vier kommen vom Südufer, einer aus dem Hügelland östlich von Verona. Auffällig ist, was auf ihren Etiketten steht: Nur zwei tragen eine DOC. Das sagt hier nichts über die Qualität, sondern über die Regeln. Die zonenübergreifende Garda DOC umspannt beide Ufer und lässt neben den alten Seesorten auch internationale zu — wer aber länger ausbaut, eine andere Herkunft hat oder die Trauben trocknet, fällt aus ihrem Rahmen und schreibt eine IGT aufs Etikett. Oder gar keine Herkunft.
Zwei stehen in der Garda DOC. Der «Trepiò» von Casello Bondoni ist ein Marzemino, eine alte Sorte des Südufers, zwölf Monate im Barrique. Der «Tremante» von La Rifra ist ein Cabernet Sauvignon aus dem Stahltank, ohne Holz. Zwei Wege, dieselbe Herkunft.
Zwei weitere gehen vom selben Südufer eigene Wege. Der «70 ANNI» von Pilandro ist ein reinsortiger Merlot, der zwei Jahre im Eichenfass lag — länger, als die Garda DOC für diese Sorte vorsieht; auf dem Etikett steht deshalb schlicht Vino Rosso. Der «Il Nito» von La Rifra ist die Riserva unter den Roten des Hauses: Der Merlot trocknet zwei Monate in flachen Holzkisten, danach reift der Wein anderthalb Jahre im Barrique. Er läuft als Benaco Bresciano IGT und ist mit fünfzehn Prozent der kräftigste und teuerste Wein, den wir führen.
Nur der «Torre Rosso» von Torre d’Orti stammt nicht vom See, sondern aus Marcellise im Hügelland östlich von Verona: Corvina, Rondinella und Merlot, ein Jahr im Holzfass, Provincia di Verona IGT. Er ist zugleich der günstigste der fünf.
Mehr wird es werden, aber nicht schnell. Wir nehmen einen Wein erst auf, wenn wir beim Erzeuger waren und ihn verkostet haben. Wenn du etwas Bestimmtes vom Gardasee suchst, schreib uns über die Kontaktseite — manches lässt sich beschaffen, bevor es hier steht.
Am Hof verkostet, direkt importiert, temperaturgeführt in Dresden gelagert. Kein Zwischenhandel, keine Restposten.
Häufige Fragen
Welche Rotweine kommen vom Gardasee?
Drei Zonen prägen den roten Gardasee: Bardolino am Ostufer aus Corvina, Rondinella und Molinara, die Valpolicella im östlichen Hinterland mit Classico, Ripasso und Amarone, sowie die Valtènesi am Westufer mit Groppello. Dazu kommt die zonenübergreifende Garda DOC, unter der am Südufer sowohl der alte Marzemino als auch internationale Sorten ausgebaut werden — aus ihr stammen zwei unserer fünf Rotweine.
Ist Bardolino ein schwerer Rotwein?
Nein. Bardolino ist bewusst leicht gebaut, hell in der Farbe und zurückhaltend im Gerbstoff. Er verträgt sogar leichte Kühlung, was ihn im Sommer zu einem der wenigen Rotweine macht, die neben Fisch bestehen.
Was unterscheidet Valpolicella, Ripasso und Amarone?
Die Traubenbasis ist ähnlich, die Machart nicht. Der Classico wird normal vergoren. Beim Ripasso gärt der fertige Wein ein zweites Mal auf den Trestern des Amarone nach und gewinnt dadurch Körper. Für den Amarone selbst trocknen die Trauben vor dem Pressen monatelang, was Konzentration und Alkohol deutlich erhöht.
Welche Rotweine habt ihr im Sortiment?
Fünf. Zwei davon in der Garda DOC vom Südufer: der «Trepiò» Marzemino von Casello Bondoni, zwölf Monate im Barrique, und der «Tremante» Cabernet Sauvignon von La Rifra aus dem Stahltank. Dazu der «70 ANNI» Merlot von Pilandro mit zwei Jahren im Eichenfass, der «Il Nito» von La Rifra aus zwei Monate getrockneten Trauben und achtzehn Monaten Barrique, und der «Torre Rosso» von Torre d’Orti aus dem Hügelland östlich von Verona. Wir nehmen einen Wein erst auf, wenn wir beim Erzeuger waren und ihn verkostet haben. Fragen dazu gern über die Kontaktseite.
Lieber eine kurze Liste, die wir verantworten können, als eine lange.











